SWCO 2017: 5 Highlights aus dem Forum „Star Wars-Heldinnen”

Ashley Eckstein, Tiya Sircar, Dave Filoni und Überraschungsgast Daisy Ridley besprechen das Vermächtnis und die Zukunft weiblicher Helden in Star Wars.

Mit Prinzessin Leia begann eine große Tradition weiblicher Helden im Star Wars-Universum – eine tapfere und rauflustige junge Frau, die einen Haufen Müll wieder zusammenschweißen, einen Hutten töten und ein Weltraumgefecht souverän leiten konnte. Doch seitdem hat es noch viele weitere Heldinnen im Star Wars-Universum gegeben, darunter die schnippische Padawan und ehemalige Jedi-Ritterin Ahsoka, gesprochen von Ashley Eckstein und die artistische mandalorianische Kriegerin Sabine Wren, der Tiya Sircar ihre Stimme lieh. Auf der Star Wars Celebration Orlando nahm das Paar an der Seite des ausführenden Produzenten von Star Wars Rebels, Dave Filoni, an einem Forum über die Bedeutung weiblicher Helden und die Zukunft der Frauen in Star Wars teil, bei dem auch noch ein ganz besonderer Überraschungsgast teilnahm und eine Vorschau auf eine neue Serie animierter Kurzfilme gezeigt wurde, die sich mit der Vergangenheit dieser Heldinnen beschäftigt. Hier sind fünf Dinge, die wir aus dieser Runde erfahren haben.

1. Weltpremiere von Forces of Destiny!

Wer sich das Ganze zu Hause als Livestream ansah, konnte den Kurzfilm „BB-8 Bandits” leider nicht sehen, allerdings werden im Juli auf Disneys YouTube-Kanal Folgen der neuen Animationsserie gezeigt. Am Freitag sah das Publikum den ersten Ausschnitt, eine neue Szene über den Beginn der Freundschaft zwischen Rey und dem kugelrunden Astromech, in der Rey BB-8 aus einem Kampf gegen die Teedo rettet und ihn, sicher eingepackt in das Netz ihres Speeders, fortbringt. Die Folge ist kurz und in einem frischen Stil gehalten, der sie von Star Wars Rebels absetzt und an die Zeichentrickfilme aus der Zeit vor dem Beginn des Computerzeitalters erinnert. Filoni erzählte, dass der Kurzfilm „alltägliche Heldentaten” zum Thema hat und dass bekannte Figuren wie Rey, Leia, Jyn, Ahsoka und Sabine die Hauptrolle spielen werden. Reys erster Kurzfilm ist bereits fertig. Als sie den Droiden vor der Bande Schrottsammler rettet, stellt sie ihre Kampfkünste mit dem Stab und ihre taktische Klugheit unter Beweis, die sie selbst in Unterzahl siegen lassen und sie erstellt aus dem Stand einen raffinierten Plan, sodass der letzte Teedo, der sie verfolgt, sich ein neues Gefährt besorgen muss, bevor er ihnen weiter nachstellen kann.

2. Ein Überraschungsgast: Daisy Ridley.

Ridleys Erscheinen beim Forum wurde mit tosendem Beifall bedacht und das Publikum stellte sich auf die Stühle, um einen Blick auf den Star aus Das Erwachen der Macht zu erhaschen. „Es hat sehr viel Spaß gemacht, bei etwas dabei zu sein, das so schön aussieht”, sagte sie über die Kurzfilme, bevor sie zugab, dass es eine Sache gegeben hatte, die sie nicht so gut fand. „Ich mag den Klang meiner Stimme nicht.”

3. Alle Gäste trafen ihre Gegenstücke aus Plastik – außer Filoni.

Zu der Serie erscheint eine neue Reihe von 11-Zoll-Actionfiguren mit festen Haaren und beweglichen Gelenken und die Sprecher sahen hocherfreut aus, als die Moderatorin Amy Ratcliffe ihnen die Puppen von Rey, Ahsoka und Sabine zur Ansicht gab. „Moment mal, da ist keine kleine Figur mit Cowboyhut!” Scherzte Filoni, als er ausgelassen wurde. „Jetzt weiß ich, wie sich das anfühlt.”

Dann wurde das Gespräch fortgesetzt und Filoni stellte sich eine Welt vor, in der er es auch eine Figur von ihm gab, die aber wahrscheinlich „nur ein Ladenhüter” wäre. Er musste darin selbst ins Geschäft gehen, um seine kleinen Gegenstücke zu trösten. „Ich würde sagen: ‘Tut mir leid, Mann, es erschien damals wie eine gute Idee’. Ich werde da an der Seite des Rancor-Wächters stehen.”

4. Wir müssen uns bei Sandra Day O’Connor und der Göttin Athene für ihren Einfluss bedanken.

Im Gespräch über wichtige Einflüsse erzählte Eckstein, wie sie in der Nähe von Disney aufgewachsen war, wo ihr Vater angestellt war. „Und meine gesamte Kindheit hat sich darum gedreht.” Doch es war O’Connors Erfolg im echten Leben, der ihr ermöglichte, ihren Traum zu verfolgen. „Ganz kurz wollte ich einmal Richterin am Supreme Court werden”, erzählte Eckstein. „Sie war die erste Frau als höchste Richterin des Landes. Wenn sie es kann, kann ich es auch.” Und in der dritten Klasse bat Eckstein ihre Mutter sogar, ein Kostüm zu ehren der ehrwürdigen Richterin für sie anzufertigen, komplett „mit schwarzer Robe und Richterhammer”, erzählte sie. „Ich war ein schräges Kind”, fügte sie hinzu, bevor sie enthüllte, dass sie im Jahr darauf Cousin Itt war. Sircars Vorbilder kamen eher aus der Welt der Sagen. „Das ist so bekloppt”, sagte sie, als sie sich an ihre damaligen Spiele mit ihrer älteren Schwester erinnerte. „Wir spielten immer Götter und Göttinnen, zum Beispiel aus der griechischen Sagenwelt, anstatt Lehrer und Haus wie normale Kinder zu spielen”, erzählte sie. „Wir haben uns immer darum gestritten, wer Athene spielen darf.”

5. Sie hoffen, dass weibliche Helden und Stars eines Tages nicht mehr so schockieren werden.

Als Star Wars: The Clone Wars 2008 Premiere feierte, war das das erste Mal, dass eine Jedi-Ritterin einer der Hauptstars der Serie war. „Ahsoka war damals bahnbrechend. Und die Leute waren schockiert”, erinnerte sich Eckstein. Aber ihr fiel auf, dass ihr Geschlecht nach der ersten Einführung nie wieder eine Rolle spielte. „Die Autoren haben eine starke Figur geschaffen und ich glaube, den Leuten fällt ihr Geschlecht gar nicht mehr auf”, so Eckstein. Die Serie hat danach die Idee weiter ausgebaut, jungen Männern und Frauen den gleichen Platz auf dem Bildschirm einzuräumen, neben einem ganzen Heer an vielfältigen Charakteren, die stark und kompliziert sind und von den Fans genauso geliebt werden, wie Leia, Padmé, Rey und Jyn in den Kinofilmen.

Kristin Baver ist Autorin und totaler Sci-Fi-Fan, und hat immer noch eine Frage mehr in einer unerschöpflichen Liste an Kuriositäten auf Lager. Manchmal ruft sie aus vollem Hals „Das ist eine Falle!”, auch wenn es gar keine ist. Folge ihr auf Twitter @KristinBaver.

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