Star Wars at 40 | Fünf Fakten, wie Star Wars: Eine neue Hoffnung alles verändert hat

StarWars.com blickt darauf zurück, wie George Lucas 1977 mit seinem Film über Jedi, Schurken, Prinzessinnen und den Traum, ein böses Imperium zu Fall zu bringen, die Filmindustrie und die Kultur auf einen neuen Kurs gelenkt hat.

Da sich Star Wars gerade in einer Blütezeit von Aktivität und Kreativität befindet, kann man leicht übersehen, wie folgenreich Star Wars: Eine neue Hoffnung war, als der Film 1977 herauskam. Von Konzepten wie den Jedi, der Macht und den Wookiees bis hin zur visuellen Umsetzung hat Eine neue Hoffnung den Kurs des Filmemachens geändert, die Kultur an sich und wie die Kultur das Medium Film betrachtet und feiert. Star Wars wird diese Woche 40, und hier sind fünf Fakten, wie Eine neue Hoffnung alles verändert hat.

1. Geschwindigkeit.

Dank George Lucas’ Begeisterung für Autos, Autorennen und ganz allgemein Geschwindigkeit bot Eine neue Hoffnung Raumschiffe und Luftkämpfe, die auf eine völlig neue Weise packend waren. Der Millennium Falke, die X-Flügler, die TIE-Jäger und andere der Raumschiffe des Films – sie waren alle schnell. Sie konnten abtauchen, im Zickzackkurs fliegen und rotieren. Im Wesentlichen waren sie viel eher wie Kampfjets. Das war ein klarer Bruch mit althergebrachter Science-Fiction – und der Realität des Alls –, wo Raumschiffe groß und langsam oder auf wissenschaftliche Genauigkeit getrimmt waren. Star Wars hat gezeigt, dass man in Bezug auf die physikalischen Gesetze ein Auge zudrücken und trotzdem eine glaubwürdige Geschichte erzählen kann – und die Action dabei richtig, richtig unterhaltsam gestalten kann.

2. Neue Kameratechnologie.

Das Dykstraflex – benannt nach seinem Hauptarchitekten, John Dykstra, dem ursprünglichen Leiter von Industrial Light & Magic – wurde eigens für Star Wars: Eine neue Hoffnung entwickelt. Es handelte sich um ein bewegungsgesteuertes Kamerasystem, das mittels Computer programmiert werden konnte, was eine zuverlässige Möglichkeit bot, dynamische Raumschiffmanöver nachzuahmen und die Illusion von sich rasant bewegenden Modellen zu erzeugen, die in Wirklichkeit stationär blieben. Ohne Dykstraflex wäre Eine neue Hoffnung nicht das geworden, was es ist, und künftigen Filmemachern und Sehern wäre nicht gezeigt worden, dass Filme immer noch reichlich Magie zu bieten hatten. Gepaart damit wurde der Welt ILM geschenkt, ein Unternehmen, das ursprünglich für Eine neue Hoffnung gegründet wurde und bis heute eine der gefragtesten Kreativschmieden für visuelle Effekte geblieben ist.

3. Eine lebensechte Welt.

Traditionelle Science-Fiction-Filme zeigten die Zukunft oder zumindest fremde Welten sauber und strahlend. UFOs und Raumschiffe glänzten unmöglich perfekt. Star Wars ging stattdessen in die entgegengesetzte Richtung. Droiden gingen kaputt. Riesige Transporter hatten Raupen voll Schmiere, Staub und Sand. Raumschiffe waren verbeult und schmutzig. So gut wie nichts war sauber. So gut wie nichts funktionierte. (Nur das Imperium mit seiner bedrückenden Einförmigkeit und den schnittigen Designs sah annähernd nach althergebrachter Science-Fiction aus.) Eine neue Hoffnung war weit mehr in unserer eigenen Wirklichkeit und in der Realität des Western-Filmgenres verwurzelt, und das Publikum hat darauf angesprochen. Die Ästhetik von Star Wars und der Ansatz von Star Wars, die Ästhetik eines gesamten Genres auf den Kopf zu stellen, erwies sich als bedeutender Einfluss, der noch heute spürbar ist.

Ben Burtt, sound designer of Star Wars

4. Sounddesign.

Eine neue Hoffnung hat nicht nur die Effekt-Branche aufgewirbelt, sondern auch eine neue Handwerks- und Kunstform erschaffen: Sounddesign. Ben Burtt, Sounddesigner bei Eine neue Hoffnung, hat für den Film eine riesige Bibliothek von Sounds zusammengetragen, die er persönlich ausgesucht und aufgezeichnet hat. Dabei kombinierte er organische und elektronische Geräusche zu einer Soundlandschaft, wie man sie nie zuvor gehört hatte: Chewbaccas Knurren stammte grundsätzlich von Bären, aber auch von Walrössern und anderen Tieren. Für die Blaster schlug Burtt auf Funkturmkabel und mischte Bazookas zu den Schwingungsgeräuschen. Der Schrei des TIE-Jägers entstand durch elektronisch gedehntes Elefantentrompeten. Das Publikum mochte noch nie etwas wie Star Wars gesehen haben, aber es hatte auch noch nie etwas Vergleichbares gehört.

5. Das Spielzeug!

Obwohl nicht damit zu rechnen war, dass Star Wars ein solcher Hit werden würde, besaß George Lucas die weise Voraussicht, seine Merchandising-Rechte daran zu behalten und den Film an den Spielzeughersteller Kenner zu lizenzieren. Und als der Film ein großer Hit wurde, wollten die Kinder Star-Wars-Spielzeug, und sie wollten jede Menge davon. Alle Hauptfiguren, Fahrzeuge und Schiffe sowie viele Nebenfiguren wurden produziert und das Sortiment war unheimlich begehrt. (So begehrt, dass Kenner ein mittlerweile legendäres „Early Bird Kit“ verkaufen musste – im Wesentlichen eine Verpackung mit Vorbestellungsgutschein für die eigentlichen Figuren, die Kinder zu Weihnachten 1977 etwas enttäuscht öffneten.) In einem unlängst von StarWars.com mit Rian Johnson, dem Regisseur von Star Wars: Die letzten Jedi, geführten Interview meinte Rian, zu den größten Auswirkungen von Star Wars gehöre das „Spielen mit den Spielzeugen und der Umstand, dass die Filme, die man als Kind im Kopf entstehen ließ, in der Welt von Star Wars angesiedelt waren. Heute frage ich mich manchmal: ›Oh, warum habe ich eigentlich keine meiner alten Star-Wars-Spielsachen mehr?‹ Und dann denke ich zurück und erinnere mich. ›Ach ja, weil ich damit gespielt habe, bis sie auseinandergefallen sind.‹“

Welche Veränderungen hat Star Wars deiner Meinung nach eingeleitet? Wie hat sich Star Wars auf dich ausgewirkt? Sag es uns bitte im nachstehenden Kommentarfeld!

Dan Brooks ist leitender Autor bei Lucasfilm und Redakteur des StarWars.com-Blogs. Er liebt Star Wars, ELO und die New York Rangers, Jets und Yankees. Folge ihm auf Twitter @dan_brooks, wo er sich über all diese Dinge auslässt.

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