San Diego Comic Con 2015 – Panel zu Star Wars: Das Erwachen der Macht

Zusammenfassung der Podiumsdiskussion mit den Machern und Darstellern des nächsten Abenteuers der Star Wars Saga!

Frenetischer Applaus des Publikums schlug den Filmemachern und Stars des heiß erwarteten Panels zu Star Wars: Das Erwachen der Macht am 10. Juli im Rahmen der San Diego Comic Con 2015 entgegen.

Abrams, der aktuell noch Schnitt und Postproduktion des Films verantwortet, betonte: „Wir arbeiten hart daran, den Film zu dem werden zu lassen, was er werden will.” Seine Produzentin Kathleen Kennedy versprach den Fans für den Dezember-Start ein echtes Highlight und bedankte sich überschwänglich beim Publikum für die Unterstützung und Treue. Damit sprach sie Moderator Chris Hardwick aus dem Herzen, der beteuerte: „Ich habe Star Wars als Kind gesehen und es hat mein Leben geprägt.“

Auch das Geschöpf Bobbajo, das als Nächstes die Bühne „betrat“ und zu den Hunderten gebauten Kreaturen des Films zählt, wird seine Fans finden. Es kann mit den Augen blinzeln, die Nasenlöcher rümpfen und eine echte Persönlichkeit ausstrahlen.

Kasdan, der sich verbal vor dem Schöpfer der Saga verneigte – „Der Mensch, der mich zu diesem Punkt gebracht hat, ist das Genie George Lucas“ –, betonte im Hinblick auf den künstlichen Bühnen-Gast noch einmal die Echtheit der vielen Wesen und Sturmtruppen, die man im Hintergrund sieht.

Mark Hamill gestand: „Echte Kulissen, handwerklich gemachte Effekte… irgendwie hat sich alles und doch nichts verändert. So wünscht man es sich doch, wenn man ehrlich ist!“ Und so werden die Episoden VIII und IX zwar die übergreifende Story der Saga weiterspinnen, dennoch läuft parallel bereits die Arbeit an Einzelfilmen, z. B. über Han Solo.

Und wie geht man als Filmemacher mit den hohen Erwartungen an einen Erben der Saga um? „Bloß weil man eine Szene auf dem Millennium Falken spielen lässt, heißt das nicht automatisch, dass sie gut wird. Man muss trotzdem sein Handwerk beherrschen, eine gute Story erzählen und darf sich nicht von [den eigenen Gefühlen für die Original-Trilogie] ablenken lassen“, so Abrams. „Ich kann es kaum erwarten, euch den Film zu zeigen!“

„Poe Dameron“-Darsteller Oscar Isaac erzählte dem gebannten Publikum vom Erbe Hans und Lukes, das sich in seiner Rolle widerspiegelt: „Poe hatte wahrscheinlich die Medaillenfeier gesehen und sich gedacht: ‚Ich will auch ein Held werden‘.“

Ridley dagegen wünschte sich, dass die harte Vorbereitungsphase etwas gebracht hat: „Es war toll und ich hoffe, dass man das auch sieht.“ Nicht sehen konnte man dagegen John Boyega auf dem Weg zum Panel – er genoss das Bad in der Menge anonym, dank des Sturmtruppler-Helms, den er als Darsteller und echter Star Wars Fan trug! Damit war ihm der tosende Applaus des Publikums sicher, das zusätzlich voller Hingabe die Behind-the-Scenes-Aufnahmen von Simon Pegg, unbekannten Kreaturen und einem verunglückten TIE-Jäger zu sehen bekam.

Gleich darauf verriet J.J. Abrams auf eine Zuschauerfrage hin den nationenübergreifenden Ansatz des Autorenteams. „Es gibt auch Asiaten in diesem Film. Um ehrlich zu sein, haben wir die Figur von Finn oder Ray nicht auf irgendeine Nationalität definiert.“ Daher hatte man sich einfach die bestmöglichen Darsteller gesucht.

Zur Farbe des Lichtschwertes waren sich die Panel-Teilnehmer uneins – Isaac: Regenbogenfarben. Abrams: Rot! Kasdan: Schwarz! Neuzugang Daisy Ridley gestand derweil: „Mit den Legenden zusammenzuarbeiten, war mehr, als wir je gehofft hatten.“

Auch die Kollegen Domhnall Gleeson und Gwendoline Christie standen den Fans Rede und Antwort. So erfuhren die begeisterten Zuschauer, dass Gleesons Figur – „Ich bin böse. [Meine Figur ist] Brite!“ – ihre Basis auf „Starkiller“ hat und Christie ihre Weiblichkeit unter der Panzerung ganz besonders genoss.

Während sich die einen über ihre Wiederkehr auf der Star Wars Bühne freuten, gestand Darsteller John Boyega einem Fan: „Ich würde mich für keine der beiden Seiten entscheiden – ich wäre Han Solo und würde versuchen, Kohle zu verdienen.“ Dazu Adam Driver, der als Mitglied der Dunklen Seite eigentlich kaum spotten darf: „Ganz schön übel.“

Beste Laune hatte Harrison Ford, der sich an die Anfänge seiner Schauspielkarriere erinnert sah und sich neben dem Wiedersehen mit alten und neuen Kollegen insbesondere über das hochwertige Skript freute: „Das Thema wird weiterentwickelt und wir erfahren etwas vom natürlichen Fortgang der Story, die wir in den ersten drei Filmen erzählt hatten.“ Standing Ovations waren ihm sicher.

Gab es bei den Darstellern nach Ende der Dreharbeiten zu Star Wars: Die Rückkehr der Jedi-Ritter Sehnsucht nach den alten Rollen? „Ich war einfach nur froh, nicht zur Tosche-Station fahren zu müssen, um Energiewandler abzuholen“, gestand Mark Hamill und sorgte damit für Lacher.

Alle Darsteller genossen die unerwartete Möglichkeit, wieder für die Star Wars Saga für ihre unzähligen treuen Fans zusammenzuarbeiten. „Oft vergisst man, welchen Einfluss man auf das Leben anderer Menschen ausüben kann“, gestand Hamill.

Zum Schluss hatte J.J. Abrams eine Überraschung parat: Auf die Fans wartete zum Schluss der Besuch eines Livekonzerts von Impresario John Williams!

 

Impressionen vom Bühnen-Talk

SCHLAGWORTE: