Palpatine und seine sechs durchtriebensten Schachzüge

In Star Wars: The Clone Wars und der Prequel-Trilogie läuft der Finsterling zu Hochform auf

Wenn ihr euch das nächste Mal die Star Wars Prequel-Trilogie oder Star Wars: The Clone Wars zu Gemüte führt, achtet doch einmal auf Palpatine. Beschäftigt man sich nämlich einmal etwas genauer mit der Art, wie er Gespräche dirigiert und die öffentliche Meinung steuert, kann man fast nicht anders, als ihn zu bewundern. Natürlich beeindruckt er schon in der Original-Trilogie, dreht man aber das Rad noch ein wenig weiter zurück, wird seine Hingabe an den eigenen abgründigen Plan deutlich. Palpatine ist ein grandioser und geduldiger Intrigant. Mit Betonung auf „geduldig“. Er hat den Stein lange vor seinem ersten Auftritt in Star Wars: Die dunkle Bedrohung ins Rollen gebracht und zahlreiche Leute wie Marionetten manipuliert. Seine Intelligenz, gepaart mit einem unbändigen Machthunger, macht ihn zu einem der herausragendsten erfundenen Bösewichte der Geschichte.

Ob man nun für oder gegen das Imperium ist – Palpatines Hingabe und Unermüdlichkeit sollte man stets im Blick behalten. Denn auch er lässt nie eine Gelegenheit aus, das Blatt zu seinen Gunsten zu wenden. Und diese sechs Momente spielen eine Schlüsselrolle bei seinem Aufstieg zum Imperator.

Amidala und Palpatine

Palpatine bringt Königin Amidala dazu, für das Misstrauensvotum zu stimmen.

In Star Wars: Die dunkle Bedrohung lässt Palpatine seine Muskeln sehr subtil spielen. Wir durchschauen den Plan sofort, doch im Kontext der Handlung versteht man, warum sich Padmé Amidala und die anderen so einwickeln lassen. Senator Palpatine trifft den Nerv mit seinen Reden über Kanzler Finis Valorum und die Blockade von Naboo. Amadalas Ruf nach einem Misstrauensvotum trägt entscheidend zur Verbesserung von Palpatines politischer Position bei.

Palpatine und Shaak Ti

Die Behauptung, Fives hätte ihn angegriffen.

Zu Beginn der sechsten Staffel von Star Wars: The Clone Wars, sehen wir, wie Tups Order 66-Programmierung zu früh aktiviert wird. Fives und Shaak Ti bedrängen die Kaminoaner nach Antworten und entdecken schließlich, dass die Clone Inhibitor-Chips in ihren Gehirnen tragen. Tups Chip jedoch ist defekt. Als Shaak Ti und Fives sich mit dem Beweisstück an Palpatine wenden, sondert dieser Fives ab und gibt dann vor, Fives hätte ihn angegriffen. Palpatine nutzt den „Vorfall“, um für die Inhibitor-Chips zu werben und sicherzustellen, dass sie nicht entfernt werden. So kann er sie weiterhin für seine Zwecke nutzen und die Jedi damit täuschen.

Palpatine und Anakin

Die Berufung Anakin Skywalkers in den Rat der Jedi.

Ein Großteil von Palpatines Bemühungen konzentriert sich darauf, Anakin als perfekten Schüler heranzuziehen. Ständig macht er ihm Komplimente, beleidigt den Jedi-Orden sowohl unterschwellig als auch direkt, behauptet, die Jedi wären Dummköpfe, die dessen Potenzial nicht erkennen usw…. Die ständigen Lobpreisungen steigen Anakin zu Kopf, so dass er zum Zeitpunkt, als Palpatine ihn in den Rat der Jedi beruft, tatsächlich glaubt, er hätte es verdient. Als er dann nicht zum Jedi-Meister aufsteigt, findet er bei Palpatine ein offenes Ohr. Dieser Einfluss auf Anakin wird noch verstärkt, als Obi-Wan ihn bittet, Palpatine auszuspionieren. Damit spielen die Jedi und Anakin Palpatine genau in die gierigen Hände.

Palpatine und Anakin in der Oper

Anakin von Darth Plagueis erzählen.

Die Opern-Szene aus Star Wars: Die Rache der Sith verursacht Galaxis-weite Konsequenzen. Palpatine erzählt Anakin von Darth Plagueis dem Weisen und macht Anspielungen, die Sith könnten Midi-Chlorianer manipulieren und den Tod verhindern (diese Szene ließ viele Fans glauben, Palpatine sei für Anakins Existenz verantwortlich). Damit nutzt er Anakins Gefühle und Sorgen um Padmé schamlos aus. Palpatine enthüllt, dass er von Plagueis ausgebildet wurde und erzählt Anakin von der Dunklen Seite. Dann nimmt er Anakin mit zu einem Abgrund, was wiederum dazu führt, dass…

Mace Windu stirbt

…er Anakin gegen die Jedi aufhetzt.

Als den Jedi deutlich wird, dass Palpatine der seit langem gesuchte Sith ist, macht sich Mace Windu mit drei Jedi auf, um ihn zu verhaften. Einmal mehr hält Palpatine geschickt die Fäden in den Händen: Als Mace kurz vor seiner Verhaftung steht, nutzt Palpatine den Moment, um Anakin vom Plan der Jedi zu überzeugen, die Regierung zu stürzen. Nachdem Windu stirbt, wirkt Palpatine weiter auf ihn ein und befiehlt ihm, die verbliebenen Jedi zu vernichten und damit eine drohende Gefahr zu beseitigen.

Darth Sideous

Palpatines Falle für Luke Skywalker.

Sobald Darth Vader in Star Wars: Das Imperium schlägt zurück den jungen Rebellen aus der Schlacht von Yavin gegenüber dem Imperator erwähnt, sieht man förmlich, wie die Rädchen ineinandergreifen. Palpatine scheint Luke Skywalker zu kennen und beginnt sofort mit neuen Planungen. Er bringt Vader dazu, die Bekehrung Lukes zur Dunklen Seite vorzuschlagen. In Star Wars: Die Rückkehr der Jedi-Ritter wartet er praktisch auf die Ankunft Lukes. Er spielt mit Lukes Gefühlen gegenüber seinen Freunden – Sorge und Wut – und wiegelt Vater gegen Sohn auf. Palpatine wähnt sich auf der Siegerseite, denn sowohl Vader als auch Luke kann er als Lehrling ausnutzen, doch dieses eine Mal geht sein Plan nicht auf.

Diese Liste enthält nur ein Paar von Palpatines unzähligen Winkelzügen auf dem Weg zum großen Ziel. Welche Intrigen würdet ihr noch hinzufügen?

Die Autorin Amy Ratcliffe ist besessen von allem, was mit Star Wars, Disney und Kaffee zusammenhängt. Folge ihr auf Twitter unter @amy_geek und informiere Dich in ihrem Blog über Nerd-News.

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