5 kaum bekannte Fakten über den Millennium Falken

Eine echte Schrottmühle – inspiriert von Hamburgern und zusammengebastelt aus Teilen von Panzer- und Ferrari- Modellen.

Han Solos Schiff kann man im Star Wars Universum kaum verwechseln. Bekannt als „der schnellste Schrotthaufen der Galaxis“ und als das Schiff, das den Kossal-Flug in weniger als 12 Parsecs geschafft hat, eilt dem Millennium Falken ein gewisser Ruf voraus. Han und Chewbacca haben dem leichten Corellianischen Raumfrachter YT-1300 über die Jahre einige „Spezialumbauten“ für verbesserte Geschwindigkeit und Wendigkeit verpasst. Das Schiff hat Han, Chewie und ihre Freunde diverse Male aus brenzligen Situationen gerettet und eine Schlüsselrolle bei der Zerstörung beider Todessterne gespielt.

Wahrscheinlich kennt ihr schon einige Insider-Fakten über den Millennium Falken – etwa die Tatsache, dass das Design vom einem angeknabberten Hamburger inspiriert wurde – doch hier sind noch einmal fünf Tatsachen über das Raumschiff, die nicht jeder kennt.

Tantive-IV

1. Die Designvorlage war KEIN Hamburger

Ursprünglich war der Look des Millennium Falken komplett anders gedacht gewesen. Der Original-Entwurf wurde später als Prototyp für die Tantive IV verwendet. Nachdem das Team bemerkt hatte, dass das Design dem Schiff aus Mondbasis Alpha 1 zu sehr ähnelte, musste man an die Zeichentische zurückkehren und schnell eine Alternative finden. Joe Johnston bearbeitete das Re-Design und genau da kommt auch der Hamburger ins Spiel. Johnston erzählte dem Starlog Magazine: „Das war der schnellst Entwurf, den wir je rausgehauen haben. Der Falke entstand in nur einem Tag. Wir schnappten uns ein paar Bauteile der CR90-Korvette, etwa das Cockpit, und klatschten es an die Seite einer großen Scheibe mit ein paar hervorstehenden Anbauten vorne dran.“

Star Wars: Im Auftrag der Rebellion - Ein Han Solo und Chewbacca-Abenteuer

2. Die Würfel sind da nicht ohne Grund

Wer genau hinschaut, entdeckt in Star Wars: Eine neue Hoffnung im Cockpit des Millennium Falken ein paar Würfel. In Greg Ruckas neuem Roman Star Wars: Im Auftrag der Rebellion setzt der Autor die Würfel in kanonischen Zusammenhang. Scheinbar hatte Chewbacca die Würfel Jahre zuvor im Scherz als „neuartige Glückswürfel” in das Cockpit gehängt. Ich stelle mir gerne vor, wie Chewie durch ein Souvenirgeschäft wandert und die Würfel aussucht.

Der Millennium Falke

3. Einige Sondermodifikationen erforderten Ferrari-Teile und einen Panzer-Bausatz

Die erste Betriebsstätte von Industrial Light & Magic im kalifornischen Van Nuys lag in der Nähe eines Modellbau-Vertriebs, bei dem sich die Crew großzügig für ihre Kreationen bediente. Bausätze und Teile von Modellen der Hersteller Revell, Tamiya und anderen fanden ihren Einsatz in Star Wars Raumschiffen und Fortbewegungsmitteln. Man nennt diese Technik auch „kit-bashing”. Teile von Ferrari- und Panzermodellen wurden kurzerhand im Mittelteil des Millennium Falken zwischen der oberen und unteren Scheibe verbaut. Als das Team auch noch ein kleinformatigeres Modell des Falken konstruieren musste, konnte es glücklicherweise die gleichen Bausätze verwenden, da es diese auch in halber Größe zu kaufen gab.

Das Modell des Millennium Falken

4. Den Falken gab es in verschiedenen Größen

Die vollständigen Modelle des Millennium Falken rangierten in Größen zwischen winzig – um genau zu sein handtellergroß – bis zu mehr als 1,20 m. Eine fast lebensgroße Replik der Schiffshülle mit über 18 Metern Länge entstand für Star Wars: Das Imperium schlägt zurück.

Das Cockpit des Millennium Falken

5. Die Kontrollpaneele im Cockpit waren nur teilweise funktionsfähig

Manchmal baut man Requisiten lediglich für die Optik. Doch das kann zum Problem werden, sobald die Schauspieler damit hantieren müssen. Harrison Ford trat 2010 bei einer 30-jährigen Jubiläumsvorführung von Star Wars: Das Imperium schlägt zurück in Hollywood auf und erinnerte sich im Rahmen einer Publikumsdiskussion an seine Zeit im Cockpit des Millennium Falken. So verriet er, dass Peter Mayhew nicht in den Sitz passte und dass es einige Probleme mit dem Interieur gegeben hatte. „Ich erinnere mich besonders daran, dass die Crew lauter Kippschalter gekauft hatte. Weil sie aber auf das Budget achten mussten, kauften sie Modelle ohne Feder. Also legte man in einer Szene den Schalter um. Dann musste es schnell gehen, ansonsten bewegten sich die Schalter wieder in ihre Ausgangsposition zurück, da die Federn fehlten. Ich glaube das Problem hatten sie bis zum zweiten Film endlich gelöst.”

Quellen: Star Wars: The Digital Movie Collection, Starlog Magazine #0074; Sculpting a Galaxy; De Agostini’s BAU DEN MILLENNIUM FALCON

Die Autorin Amy Ratcliffe ist besessen von allem, was mit Star Wars, Disney und Kaffee zusammenhängt. Folge ihr auf Twitter unter @amy_geek und informiere Dich in ihrem Blog über Nerd-News.

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