GESCHICHTE //

UNTERGANG DER REPUBLIK


Als Teil des engeren Kreises um Königin Amidala erschien Senator Palpatine von Naboo als ehrlicher, vertrauenswürdiger Diener des Volkes. Tatsächlich war er jedoch Darth Sidious und ein machthungriger Sith-Lord. Er begann, die Kontrolle über die Galaxis zu gewinnen, indem er eine Invasion in Naboo vortäuschte und sich zugleich in einer Sonderwahl zum Obersten Kanzler wählen ließ. Auch wenn die Invasion fehlschlug und sein Schüler, Darth Maul, dem Anschein nach durch Obi-Wan Kenobi getötet wurde, waren die Räder für seinen Plan in Gang gesetzt; und das Erscheinen des begabten Anakin Skywalker bescherte ihm zudem eine weitere Chance.


Als zur scheinbaren Bestürzung Palpatines eine Separatistenbewegung zunehmend an Gewicht gewann, war dies nur die nächste Phase von Darth Sidious’ Plan:Er hielt die Fäden der Abtrünnigen in der Hand und forderte zugleich als Oberster Kanzler Notstandsvollmachten ein, um einen möglichen Bürgerkrieg zu verhindern. Mit Hilfe seines neuen Schülers, dem ehemaligen Jedi Count Dooku, war er in der Lage, beide Seiten gleichzeitig zu täuschen. Mit Beginn der Klonkriege auf Geonosis, in denen die neue Klonarmee der Republik auf die Droiden der Separatisten traf – und sich die Jedi plötzlich zwischen den Fronten wiederfanden – war Sidious höchst zufrieden, und der Sieg schien in greifbarer Nähe. Zugleich setzte er die Ausbildung Anakin Skywalkers fort und flößte dem jungen Jedi einen gefährlichen Ehrgeiz ein.


Mit Fortführung der Klonkriege bot sich Darth Sidious ein neues, ungeahntes Problem: die Rückkehr seines ehemaligen Schülers, Darth Maul. Maul hatte die ihm durch Obi-Wan Kenobi zugefügten Verletzungen wider Erwarten überlebt und versuchte nun, seine Machtbasis zu stärken. Sidious nahm sich seiner sowie Mauls Bruder, Savage Opress, persönlich an; er brachte Opress um und nahm Maul gefangen.


Drei Jahre nach Beginn der Klonkriege setzte Sidious zu seinem letzten Schachzug an:Die Bekehrung des heroischen Jedis, Anakin Skywalker, zur dunklen Seite der Macht als Darth Vader und die Verdammung der Jedi als Staatsfeinde. Der Sith-Lord erteilte die Order 66, welche die Auslöschung sämtlicher Jedi vorsah und seine absolute Vorherrschaft über die Galaxis sichern sollte. Mit öffentlicher Unterstützung verwandelte er die Republik in das erste Galaktische Imperium und ernannte sich selbst zum Imperator. Jedi-Meister Yoda unternahm einen letzten Versuch, Sidious zu besiegen und eine Rückkehr zur Freiheit herbeizuführen – jedoch vergebens; Sidious mit Darth Vader an seiner Seite herrschte über die Galaxis.


GALAKTISCHER BÜRGERKRIEG


Darth Sidious' Position als Imperator war – bis zur Bildung der Rebellenallianz – kaum gefährdet. Seine erste bedeutende Niederlage erlitt er mit der Zerstörung des Todessterns durch die Rebellen; hierbei erweckte besonders ein Rebell seine Aufmerksamkeit. Als Vertreter der dunklen Seite spürte Sidious eine Erschütterung der Macht, als sich Luke Skywalkers Jedi-Kräfte zu entfalten begannen. Er wusste, dass dieser Junge seine Raumstation zerstört hatte und ahnte, dass Luke auch ihn zerstören könnte. Sidious plante die Ermordung Skywalkers, aber Vader schlug vor, den jungen Jedi zur dunklen Seite der Macht zu bekehren – eine Idee, die dem Imperator gut gefiel.


Das Imperium hatte mit dem Bau eines neuen Todessterns begonnen, und der Imperator stattete dem Bauvorhaben von Coruscant aus einen unerwarteten Besuch ab. Hier lockte er die Rebellen und Luke Skywalker in einen Hinterhalt, denn obgleich der Todesstern noch unfertig erschien, war er bereits vollständig einsatzfähig. Als Luke freiwillig erschien, um seinen Vater, Darth Vader, zur hellen Seite der Macht zu bekehren, wurde er zu Sidious gebracht. Sidious versuchte ihn zu manipulieren und ermutigte den Jedi, seinen Hass dazu zu nutzen, ihn zu zerstören. Luke gab nach, und beim anschließenden Duell mit Vader brachte er diesen aus Wut fast um – ein erklärtes Ziel von Sidious, sodass Luke die Position seines Vaters einnehmen und sein Schüler werden würde. Als der junge Jedi zur Besinnung kam, warf er sein Lichtschwert nieder und weigerte sich, der dunklen Seite beizutreten. Sidious hatte dies nicht vorhergesehen und konnte Lukes Mitgefühl für Vader nicht nachvollziehen. Voller Wut schleuderte der Sith-Lord einen Machtblitz gen Luke, um ihn niederzustrecken. Vader besann sich und erkannte das Böse in Sidious und stürzte ihn einen tiefen Abgrund hinunter. Endlich war der Imperator tot – und der Albtraum einer langen Ära der Tyrannei vorüber.

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